Luitpoldschule in Erbach bekommt Spende von Rotary Club Homburg-ZweibrückenWeiterführung der Arbeitsgemeinschaft der psychischen Stärkung und Gesundheitsvorsorge09.04.2026Haben Sie schon einmal innegehalten und sich gefragt, wie es sich anfühlt, heutzutage ein Kind zu sein? Man muss wissen: Der Alltag unserer Kleinsten ist längst kein reines Kinderspiel mehr. Da sind die Probleme im Freundeskreis und oft auch zu Hause, die Leistungsdruck-Berge, die es zu erklimmen gilt, der Fahrradführerschein, der Sexualkundeunterricht und dieser große Schatten der Wahl der weiterführenden Schule, der schon früh zu Beginn der vierten Klasse über den Pausenhof huscht. Und dann ist da noch diese digitale Welt, die oft mehr Unruhe stiftet, als sie Entspannung schenkt, mit ihrem "Zocken" und den digitalen sozialen Netzwerken. Man spürt förmlich, wie die Schultern der Kinder manchmal unter einer Last hängen, die im Grunde gar nicht für sie gemacht ist. Kinder sollten frei spielen, sich keine Sorgen machen müssen und ein unbeschwertes Leben führen. Der Rest kommt dann von ganz alleine. Doch genau hier setzt eine Geschichte an, die Mut macht. Die Direktorin Nicole Trapp und die Konrektorin Jutta Bonnert von der Grundschule Luitpold in Homburg-Erbach haben nicht weggeschaut, sondern mutig die Tür geöffnet für ein Projekt, das wie ein ruhiger Hafen für Kinder wirkt. Unter der Leitung von Dr. Agnes Ziegler lernten in den vergangenen Monaten die Viertklässler der Grundschule nämlich etwas, das in keinem herkömmlichen Lehrbuch steht: wie man zur Ruhe kommt und wie man Gedanken und Gefühle sortiert, wenn sie im Kopf Achterbahn fahren. An besagtem 20. März kam dann ein ganz besonderer Moment zustande, an dem mit der Scheckübergabe durch den Rotary Club Zweibrücken ein Versprechen besiegelt wurde. Das Geld, das dort den Besitzer wechselte, ist eine Investition in die Seelenruhe unserer lieben Kleinen. Es ermöglicht Frau Dr. Ziegler weitere Meditationen, Körperübungen und Fantasiereisen (als kleine Werkzeuge zur Selbsthilfe) den Mädchen und Jungen der Luitpold Grundschule mit an die Hand zu geben, wenn der Druck mal wieder steigt. Im Interview erklärte Frau Dr. Ziegler den anwesenden Rotariern Dr. Angelika Thönnes und Helga May-Didion: "Besonders den Mädchen half es verstärkt, mit Ängsten und Konflikten besser umzugehen. Man konnte es förmlich in den Gesichtern der Kinder lesen: Sie fühlten sich gesehen. Sie lernten, dass es okay ist, auch mal "offline" zu gehen, um wieder ganz bei sich selbst anzukommen." Dank des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken wird die Projekt-AG nun auch im kommenden Jahr angeboten werden können, da nun hierzu benötigte Materialien und die Arbeit von Frau Dr. Ziegler aus den Spendenmitteln weiterfinanziert werden können. Es war eine feierliche Stunde voller Dankbarkeit. Der Rotary Club Homburg hat bereits zugesagt, diesen Weg im nächsten Schuljahr weiter zu begleiten. Wenn man in die Runde blickte, sah man mehr als nur eine finanzielle Geste. Man sah eine Gemeinschaft, die ihre schützende Hand über die Zukunft hält. Als die Delegation des Rotary-Clubs wieder ging, um gemeinsam mit den Beteiligten der Schulleitung und der AG-Leiterin das Abschlussfoto in einem der hellen Schulflure zu machen, blieb ein wohliges vorösterliches Gefühl zurück. Das Gefühl, dass Gemeinschaft funktionieren kann. Dass es Menschen gibt, die hinschauen und die wissen, dass jeder investierte Cent in junge Menschen die beste Rendite der Welt bringt, nämlich eine Zukunft, in der wir alle vielleicht doch wieder ein wenig näher zusammenrücken. Ein schöner und wichtiger Tag an der Luitpoldschule in Homburg-Erbach. Ein Tag, der uns lehrt, dass wir unseren Kindern nicht nur Wissen mitgeben müssen, sondern auch die Kraft, in einer lauten Welt ihre eigene, stille Mitte zu finden. © Chris Ehrlich Bilder: Chris Ehrlichzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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