Internationale Kammermusiktage 2026 im Homburger Saalbau"Nichts geht über live"11.10.2026Unter dem leitenden Festivalthema "suchen und (er)finden" standen in der traditionsreichen Veranstaltungsreihe klangliche Entdeckungsreisen, musikalische Einflüsse aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen sowie ungewöhnliche Instrumentalkombinationen im Mittelpunkt. Die künstlerische Gesamtleitung lag wie in den Vorjahren bei Tim Vogler, dem Primarius des renommierten Vogler Quartetts, der gemeinsam mit langjährigen Weggefährten und jungen Nachwuchstalenten ein abwechslungsreiches Sechs-Tage-Programm gestaltete. Das musikalische Fundament bildete das Stamm-Ensemble des Festivals, das Vogler Quartett, mit Tim Vogler und Frank Reinecke an den Violinen, Stefan Fehlandt an der Viola sowie Stephan Forck am Violoncello. Neben dem bewährten Klarinettisten Nikolaus Friedrich bereicherten drei aufstrebende junge Duo-Formationen das Festivalgeschehen. Dazu gehörten das französische "Geister Duo" mit den beiden Pianisten David Salmon und Manuel Vieillard am Klavier zu vier Händen, das geigenspielende Schwesternpaar Maya und Julia Kasprzak vom "Duo Gagliano" sowie das "Duo Klangtreff", bei dem Marlene Förstel am Violoncello und Michael Schwarzenbacher am Akkordeon eine außergewöhnliche Besetzung auf die Bühne brachten. Durch diese vielseitige Zusammensetzung entfaltete sich in den Konzerten eine große Besetzungsvielfalt, die von minimalistischen Duos bis hin zum Sextett für Streichquartett, Klarinette und Klavier reichte. Der chronologische Ablauf des Festivalprogramms gestaltete sich äußerst facettenreich. Unter dem Titel "Musikalische Genialität auf historischem Zickzack-Kurs" wurde die Veranstaltung am Sonntag, dem 27. September 2026, um 18:00 Uhr feierlich eröffnet. Auf dem Programm standen Joseph Haydns Streichquartett C-Dur op. 74/1, Igor Strawinskys bearbeitete "Suite Italienne" für Akkordeon und Cello sowie Franz Schuberts berühmtes Streichquintett C-Dur D 956. Das darauf folgende Abendkonzert am Montag, dem 28. September 2026, vereinte unter dem Motto "Blicke in Vergangenheit und Zukunft" Robert Schumanns Streichquartett F-Dur op. 41/2 mit Manuel de Fallas "Siete canciones populares españolas" und Astor Piazzollas "Five Tango Sensations" für Streichquartett und Akkordeon. Am Mittwoch, dem 30. September 2026, widmete sich das Ensemble unter dem Leitgedanken "Große Vielfalt mit kleinen Mitteln" Werken von Jean-Marie Leclair, Miklós Rózsa, Béla Bartók sowie Bearbeitungen von Fritz Kreisler und Astor Piazzollas "Le Grand Tango". In Kooperation mit den Homburger Meisterkonzerten gestalteten das Geister Duo und das Vogler-Quartett am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, den Abend "Lebensstürme über Saiten und Tasten". Zu hören waren unter anderem Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate F-Dur KV 497 und das d-Moll-Streichquartett KV 421, Johannes Brahms’ Walzer op. 39 sowie Franz Schuberts Allegro a-Moll D 947 (Lebensstürme). Am Freitag, dem 2. Oktober 2026, erklangen unter dem Motto "So reizvoll erfunden ist alles" Moritz Moszkowskis Suite g-Moll op. 71, Antonín Dvöáks Klavierquartett Nr. 1 D-Dur op. 23 sowie Robert Fuchs’ Klarinettenquintett Es-Dur op. 102. Den humorvollen und klanggewaltigen Schlusspunkt setzte schließlich am Samstag, dem 3. Oktober 2026, um 11:00 Uhr das Matinee-Konzert "Kakerlaken und andere Unannehmlichkeiten". Neben Darius Milhauds Scaramouche, Dmitrij Schostakowitschs 11. Streichquartett f-Moll und Aleksey Igudesmans Bearbeitung von "La cucaracha" bildete Sergej Prokofjews Ouvertüre über hebräische Themen op. 34 im Sextett den würdigen Rahmen für das Finale. Neben den musikalischen Darbietungen prägten auch verschiedene organisatorische Rahmenbedingungen und Vereinsaktivitäten das Festivalgeschehen. In der Eröffnungsansprache wurde erläutert, dass der Verein der Kammermusikfreunde Saar-Pfalz e. V. aus Kostengründen auf das gedruckte Festivalmagazin verzichtete und stattdessen sämtliche Detailinformationen über erweiterte Faltblätter, die Abendprogramme sowie den Internetauftritt bereitstellte. Parallel dazu führte ein Student der HTW Saar im Rahmen seiner Masterarbeit im Fach Kulturmanagement eine Besucherbefragung zum Thema Audience Development durch. Visuell zeichneten sich die Konzerte durch eine von Jochen Maas entworfene Bühnendekoration mit Leuchtschmetterlingen aus, deren Verkaufserlöse zu 25 Prozent dem im Bau befindlichen Palliativhaus am Universitätsklinikum des Saarlandes zugutekamen. Zudem bot die Begleitausstellung "Kunst in der Mensa" Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern im Foyer eine Präsentations- und Verkaufsausstellung. Abgerundet wurde die Festwoche durch tägliche öffentliche Vormittagsproben, einen Musikalien-Flohmarkt im oberen Foyer, Einführungskonzerte jeweils 30 Minuten vor Beginn sowie einen Schulbesuch des Vogler Quartetts am Saarpfalz-Gymnasium Homburg. Die Termine für das kommende Jahr stehen auch schon fest. 2027 findet das nächste Festival wieder vom 27. September bis 3. Oktober statt. nformationen hierzu und rund um den Verein finden Sie auf: www.kammermusik-homburg.de Text: Chris Ehrlich Bilder: Chris Ehrlichzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. 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