Erinnern Sie sich noch?Der FC Homburg und die Bundesliga09.07.2026Der Aufstieg im Jahr 1986 war weit mehr als ein sportlicher Erfolg. Er war die Krönung einer außergewöhnlichen Entwicklung, die eng mit dem Namen des damaligen charismatischen Präsidenten Udo Geitlinger verbunden ist. Das Waldstadion wurde zur Bühne für Bundesligafußball. Vereine wie Bayern München, der Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach oder der 1. FC Köln gastierten in Homburg. Für viele Fußballfans der Region gingen damals Träume in Erfüllung. Die Spiele waren gesellschaftliche Ereignisse, bei denen sich die gesamte Stadt traf. Zu den bemerkenswertesten Personalien dieser Zeit gehörte die Verpflichtung von Jimmy Hartwig. Der ehemalige Nationalspieler kam als einer der prominentesten Akteure, die jemals das Trikot des FC Homburg getragen haben. Hartwig hatte zuvor beim Hamburger SV deutsche Fußballgeschichte geschrieben. Mit dem HSV gewann er dreimal die Deutsche Meisterschaft und gehörte jener legendären Mannschaft an, die 1983 den Europapokal der Landesmeister – die heutige Champions League – nach Hamburg holte. Zudem absolvierte er Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Seine Karriere führte ihn über Vereine wie 1860 München, den Hamburger SV, den 1. FC Köln und Fortuna Köln schließlich zum FC Homburg, wo er 1988 seine aktive Laufbahn beendete. Die Vorstellung Jimmy Hartwigs in Homburg war ein Ereignis, das den Stellenwert des Vereins in jener Zeit eindrucksvoll unterstrich. Vor der Homburger Kultkneipe „Marktgässje“ wurde der prominente Neuzugang im Rahmen einer musikalischen Talkshow den Fans präsentiert. Wirt Walter Schlosser hatte den passenden Rahmen für dieses außergewöhnliche Ereignis geschaffen. Die Fotografien dieser Veranstaltung dokumentieren bis heute einen besonderen Moment der Homburger Fußballgeschichte. Überhaupt waren die Bundesligajahre nicht nur von sportlichen Schlagzeilen geprägt. Sie waren auch Ausdruck eines besonderen Lebensgefühls. Fußball, Vereinsleben, Gastronomie und Stadtgesellschaft bildeten eine Einheit. Viele Erinnerungen führen deshalb nicht nur ins Waldstadion, sondern auch in die Homburger Lokale jener Zeit. Ein weiteres Zeitdokument zeigt Präsident Udo Geitlinger bei einem feuchtfröhlichen Musikabend im Lokal „Zum Heurigen“. Solche Aufnahmen erzählen von der Nähe zwischen Vereinsführung, Spielern, Sponsoren und Fans. Sie spiegeln jene Atmosphäre wider, die den FC Homburg damals auszeichnete: bodenständig, herzlich und gleichzeitig voller großer Ambitionen. Vierzig Jahre nach dem Bundesliga-Aufstieg bleibt die Erinnerung an eine außergewöhnliche Epoche lebendig. Die Namen Udo Geitlinger, Manfred Lenz, Jimmy Hartwig, Andrzej Buncol, Roman Wojcicki stehen in diesem Artikel stellvertretend für viele andere tolle Spieler und Mäzene. Die drei Bundesligajahre des FC Homburg waren Jahre voller Leidenschaft, Mut und Begeisterung – Jahre, die ihren festen Platz in der Geschichte der Stadt und des FC Homburg haben. © Heinz Hollinger
Bilder: Archiv Hollingerzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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