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ARTmosphäre 2026

Homburger Innenstadt fungierte erneut als Freiluft-Atelier

09.09.2026

  • Die ARTmosphäre 2026 auf dem Christian-Weber-Platz
  • Ein Porträt-Zeichner, genau wie in Montmartre, Paris!
  • Auch AnneRose Burgard (Neunkirchen) verkaufte ihre Bilder

Kunst als Fest der Begegnung? Für Homburg kein Problem, denn jedes Jahr, wenn sich die Homburger Altstadt in ein farbenfrohes Meer aus Staffeleien, Skulpturen und neugierigen Passanten verwandelt, ist wieder "ARTmosphäre"-Zeit!

Das traditionsreiche Open-Air-Kunstformat lockt alljährlich zahlreiche Kunstschaffende sowie Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region an. Von Malerei über Skulptur bis hin zu Kalligrafie und Live-Performances bietet das Event Kunst nah am Menschen – ganz ohne museumstypische Barrieren. Ein zentraler Pfeiler dieses Erfolgs ist die Kuratorin der Stadt Homburg, Dr. Françoise Mathis-Sandmaier. Im Gespräch gewährt sie Einblicke in die Idee hinter dem Konzept, die Entwicklung der Veranstaltung und die Faszination der Kunst ohne Wände. Frage unseres Reporters: "Frau Dr. Mathis-Sandmaier, was macht die Homburger ARTmosphäre so besonderß" Antwort: "Ursprünglich hat alles ganz klein angefangen – mit etwa 15 Ständen. Die Grundidee war es damals, ein Stück echtes Montmartre-Feeling nach Homburg zu bringen. Wir wollten ein Fest der Begegnung und des Austauschs schaffen. Über die Jahre ist das Format enorm gewachsen; diesmal haben wir über 120 Anmeldungen von Künstlerinnen und Künstlern. Aber der Kern ist geblieben: Es geht um entspannte, barrierefreie Kunst im öffentlichen Raum." Sie führt weiter aus: "In der Galerie im Saalbau präsentieren wir hochkarätige, professionelle Kunst. Doch dort gelten feste Kriterien. Bei der ARTmosphäre hingegen soll jeder die Möglichkeit haben, auszustellen – völlig frei von einer Jury. Hier begegnen sich gestandene Profis, aufstrebende Talente und Amateure im besten Sinne des Wortes. Sobald Kunst nicht hinter Glas oder in musealen Räumen steht, gibt es keine Hemmschwellen mehr. Die Menschen kommen ins Gespräch, probieren sich an den Mitmachstationen aus oder schauen einfach nur zu. Es ist ungezwungen, spielerisch und unheimlich bereichernd." Und in der Tat: Neben der klassischen Präsentation von Werken setzt die ARTmosphäre auf Interaktion. An zahlreichen Mitmach-Stationen konnten sich am 29. August Groß und Klein ausprobieren – sei es beim Zeichnen von Mangas und Comics, beim Illustrieren oder beim Basteln. Auch literarische und performative Akzente bereicherten das Programm. Am Stand von der Schriftkünstlerin Katharina Pieper von der Stiftung Schriftkultur e.V. herrschte reges Treiben, um das Poster/Plakat mit dem Schriftzug ARTMOSPHÄRE von Hand zu bemalen. Ein kleiner Hinweis für Interessierte: Frau Piepers neueste Ausstellung findet im Homburger Saalbau vom 14.9. bis 4.10. statt. Dort wird Katharina Pieper als eine der gefragtesten Schriftkünstlerinnen und Dozentinnen für moderne Kalligrafie im deutschsprachigen und internationalen Raum einige ihrer Werke präsentieren. Aber nun weiter im Text. Dank der engen Einbindung der lokalen Gastronomie und des Umlandes ist die ARTmosphäre nicht nur für lokale Kunstbegeisterte ein Highlight, sondern zieht auch immer mehr Gäste von außerhalb an. Die informative Broschüre der Homburger Kulturgesellschaft führt, neben einem kleinen Stadtplan, auch alle 120 ausstellenden Künstlerinnen und Künstler mit deren zugehörigen Standnummern auf, zuzüglich Kontaktmöglichkeiten, wie E-Mails oder Telefonnummern. Eine prima Sache!

Wer die Verbindung aus Kunst, Kultur und saarländischer Geselligkeit hautnah erleben möchte, sollte sich die Zukunfts-Termine im Spätsommer also im Kalender rot anstreichen. Der Eintritt ist, als fester Anker im Homburger Kulturkalender, immer frei und die Inspiration ist natürlich auch kostenlos. Text: Chris Ehrlich



Bilder: Chris Ehrlich
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