15. Homburger Klassik Open AirEin glanzvoller italienischer Abend mit dem Motto "Aura Italiana" begeisterte das Publikum10.09.2025Es war ein Abend, an dem Homburgs Herz im Takt der Musik schlug. Unter einem klaren Sommerhimmel versammelten sich mehr als 900 begeisterte Besucher auf dem Christian-Weber-Platz, um dem mittlerweile 15. Homburger Klassik Open Air beizuwohnen. Unter dem bezaubernden Motto "Aura Italiana" entführte das Homburger Sinfonieorchester sein Publikum auf eine klangvolle Reise in das Herz Italiens. Eine Reise, die von leidenschaftlichen Arien, bewegenden Orchesterstücken und unvergesslichen Melodien geprägt war. Die Veranstaltung, die seit vielen Jahren als fester Höhepunkt im kulturellen Kalender der Kreisstadt gilt, übertraf in diesem Jahr alle Erwartungen und festigte ihren Ruf als eines der bedeutendsten Freiluft-Klassikevents der Region. Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine gelungene Mischung aus musikalischer Exzellenz und einer entspannten Atmosphäre aus. Mit dem überregional bekannten Homburger Sinfonieorchester, den hochkarätigen Gesangssolisten Bettina Bauer und Dustin Drosdziok, dem neuen musikalischen Leiter Volker Christ und dem charmanten Moderator Roland Kunz vom SR2-Kulturradio waren alle Akteure auf der Bühne präsent, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Das sorgfältig kuratierte Programm spannte einen Bogen von den großen Meisterwerken der Oper bis hin zu den gefeierten Klängen der Filmmusik, was das Event gleichermaßen für eingefleischte Klassik-Enthusiasten und für Neueinsteiger zugänglich machte. Schon lange vor Konzertbeginn füllte sich der Christian-Weber-Platz. Die Atmosphäre war von einer erwartungsvollen, festlichen Stimmung geprägt, während die untergehende Sommersonne die Kulisse des Platzes in sanftes Licht tauchte. Der Abend markierte einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Homburger Klassik Open Airs, da er unter einer neuen künstlerischen Leitung stattfand. Die 14. Ausgabe im Vorjahr wurde noch von Jonathan Kaell dirigiert, doch für die 15. Auflage übernahm Volker Christ die musikalische Leitung. Das Homburger Sinfonieorchester selbst ist mit seiner über 50-jährigen Tradition ein unverzichtbarer Bestandteil des Kulturlebens der Kreis- und Universitätsstadt Homburg. Mit seinen rund 60 Musikerinnen und Musikern, darunter Musiklehrer, Mediziner, Studenten und Schüler, bildet es ein groß besetztes Ensemble, das sich durch Spielfreude und den Willen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, auszeichnet. Das musikalische Programm des Abends war eine sorgfältig kuratierte Komposition, die das gesamte Spektrum der italienischen Klangkultur abdeckte. Die Mischung aus traditionellen Opernwerken, neapolitanischen Liedern und der berührenden Musik des Kinos war eine der Stärken des Konzerts. Dieser Ansatz, der scheinbar im Gegensatz zu einer reinen, akademisch orientierten Klassikaufführung steht, ist in Wirklichkeit wohl aber eine bewusste Strategie der Veranstalter. Diese zielte wahrscheinlich darauf ab, die klassische Musik aus ihrem elitären Rahmen zu befreien und als zugängliches, emotionales Erlebnis für ein breiteres Publikum zu präsentieren. Der überwältigende Erfolg bei über 900 Besuchern und die stehenden Ovationen am Ende des Konzerts sind ein klarer Beweis dafür, dass diese Strategie voll aufgegangen ist und das "Klassik Open Air" als kulturelles Großereignis für Homburg positioniert hat, das die Musik neu interpretiert. Die Solisten Bettina Bauer und Dustin Drosdziok brillierten mit ihren kraftvollen und zugleich sensiblen Darbietungen. Dustin Drosdziok begeisterte das Publikum mit einer Reihe italienischer Tenor-Bravourarien, unter anderem aus den Werken von Gioachino Rossini und Gaetano Donizetti, und zeigte dabei seine leuchtenden Spitzentöne. Besonders in den Duetten, wie in „Parigi, o cara“ aus Verdis „La Traviata“, verschmolzen die Stimmen von Bauer und Drosdziok zu einem harmonischen Ganzen und erzeugten tief bewegende Momente. Das Programm bot eine musikalische Vielfalt, die über klassische Opernhöhepunkte hinausging. Die Einbeziehung von Ennio Morricones ikonischen Werken "Cinema Paradiso" und "The Mission" berührte die Zuhörer emotional und bewies, dass die Grenze zwischen Opernhaus und Kinosaal verschwinden kann, wenn die Qualität der Interpretation stimmt. Die Veranstaltung war mehr als nur ein Konzert. Sie war ein Bekenntnis zur Bedeutung der Kultur und der Stadt Homburg selbst. Dies wurde insbesondere durch die Anwesenheit und die Worte hochrangiger Politiker deutlich. Bürgermeister Michael Forster dankte den Organisatoren, dem Homburger Sinfonieorchester und den Sponsoren Dr. Theiss Naturwaren, der Kreissparkasse Saarpfalz und den Homburger Stadtwerken für ihre entscheidende Unterstützung. Er bezeichnete das Orchester als ein "Aushängeschild für Homburg" und betonte die Bedeutung der Veranstaltung für das kulturelle Leben der Stadt. Auch Staatssekretär David Lindemann hob die Veranstaltung als einen der "aktuellen kulturellen Leuchttürme" des Saarlandes hervor. Er lobte das Homburger Sinfonieorchester als einen "echten kulturellen Botschafter unserer Region", der mit seinem Wirken weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Es war ein schöner Abend, mitten im Herzen der Stadt unter freiem Himmel zelebriert, dessen Erfolg auf der kontinuierlichen Arbeit und dem Engagement vieler Akteure beruht. Das Homburger Sinfonieorchester mit seiner über fünfzigjährigen Tradition hat sich einen exzellenten Ruf erarbeitet und fungiert regelmäßig als Partner für renommierte Solisten. Weiter so! © Chris Ehrlich Bilder: Chris Ehrlichzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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